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Auf Korfu Urlaub machen

Korfu, griechisch Kérkyra (Κέρκυρα (f. sg), ist mit 585,312 km² die zweitgrößte der Ionischen Inseln und die siebtgrößte Griechenlands. Sie liegt südöstlich des italienischen „Stiefelabsatzes“ und nähert sich, getrennt durch die Straße von Korfu, im Norden bis auf zwei Kilometer der albanischen Küste.
Wegen seiner für griechische Verhältnisse recht üppigen Vegetation wird Kerkyra auch „die grüne Insel“ genannt. Sie zählt zu den wohlhabendsten Regionen Griechenlands. Zusammen mit einigen kleineren Inseln bildete sie bis 2010 die Präfektur Korfu, seit Umsetzung des Kallikratis-Programms nun die Gemeinde Korfu. Hauptort ist die gleichnamige Stadt Korfu bzw. Kerkyra.
Die Inselbewohner werden Korfioten genannt.

Tourismus

Korfu ist ein beliebtes Urlaubsziel für Pauschal- und Individualtouristen, bietet aber auch kulturell interessante Möglichkeiten.
Die meisten Besucher kommen aus Großbritannien, gefolgt von Touristen aus Deutschland. Die Hauptsaison umfasst die Sommermonate bis Anfang Oktober.
Der Flughafen Korfu verfügt über Anbindungen an den nationalen und internationalen Flugverkehr. Tägliche innergriechische Linienverbindungen bestehen nach Athen. Zahlreiche Charterflugverbindungen mit Nord-, West- und Mitteleuropa gibt es in den Monaten
von Mai bis Oktober. Bei der Anreise mit der Fähre von Italien aus kann zwischen verschiedenen
Routen gewählt werden, z.B. von Venedig, Ancona oder Bari.
Das griechische Festland (Igoumenitsa) erreicht man mit Fähren von Korfu-Stadt sowie von Lefkimmi aus. Ebenfalls von Korfu-Stadt gehen die Fähren zur kleinen Nachbarinsel Paxos. Ein Yachthafen befindet sich in Gouvia, etwa sieben Kilometer nördlich von Korfu-Stadt entfernt.
Dort können an Schwimm- und festen Stegen bis zu 1.000 Boote mit bis zu 80 m Länge und 6 m Tiefgang anlegen. Die Liegeplätze nehmen Boote auf.

Klimatabelle

Statistische Durchschnitts Wetterdaten für das Korfu Wetter:

Korfu Wetter Daten

Jan

Feb

März

Apr

Mai

Juni

Juli

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Tagestemperatur in °C

14

14

16

19

24

28

31

32

28

23

19

15

Sonnenstunden / Tag

4

5

6

8

10

12

12

11

9

7

4

3

Regentage im Monat

13

11

9

7

5

2

1

1

5

9

12

15

Wassertemperatur °C

14

14

14

16

18

21

23

24

23

21

18

16

Quelle:Wikipedia.de

Das Wetter auf Corfu

Für Alle, die die Sonne lieben, liegt die beste Reisezeit zwischen Mai und September.
Diese Monate sind die sonnenreichsten und die Temperaturen klettern über 30° (manchmal sogar über 40°).
Im Frühling und Herbst gibt es ab und an Regenschauer, aber die Temperaturen sind viel milder.
Im Winter regnet es dafür umso intensiver!

Mythologie

Traditionell wird Korfu mit der Insel Scheria aus der griechischen Mythologie gleichgesetzt. Diese ist Schauplatz in der Odyssee und Medea und Iason finden auf ihrer Flucht aus Kolchis auf Scheria Unterschlupf. Sie heirateten dort der Sage nach in der Grotte der Makris, deren Namen die Insel auch trug. Den griechischen Namen Kerkyra erhielt die Insel der Sage nach von der Nymphe Gorgyra (auch Kerkyra), die vom Meeresgott Poseidon auf die Insel gebracht wurde. Phaiax, das Kind dieser Verbindung, war demnach der Ahnherr der Phaiaken. Die Phaiaken gelten als gastfreundlich. Unter König Alkinoos und Prinzessin Nausikaa nahmen sie beispielsweise einen zunächst unbekannten Fremdling auf, der sich im Laufe des Gastmahls als Odysseus zu erkennen gibt und die Geschichte seiner Irrfahrten erzählt.

Vorgeschichte

Durch das Ansteigen des Meeresspiegels wurde Korfu vor etwa 9.000 Jahren vom Festland getrennt.
Jäger und Sammler besiedelten die Insel im Neolithikum; in der Bronzezeit wurde die Insel erneut besiedelt.

Antike

Korfu ist bereits auf einem Linear B-Täfelchen aus dem Palast des Nestor bei Pylos erwähnt, auf dem von einem „Mann aus Korkyra“ die Rede ist und das kurz nach 1200 v. Chr. datiert.
Jedoch gehörte Korfu damals nicht zum Bereich der mykenischen Kultur, Funde mykenischer Keramik an verschiedenen Orten der Insel bezeugen jedoch Handelsbeziehungen.
Griechische Siedler aus Eretria gründeten im 8. Jahrhundert v. Chr. eine erste Kolonie. Durch ihre vorteilhafte Lage an der Straße von Otranto kontrollierte Kerkyra den Zugang in den Westen und zu den Küsten des Adriatischen Meeres.
Im Jahr 734 v. Chr. vertrieb der Oikist Chersikrates, der aus Korinth stammte und die Stadt auf Grund
innerer Unruhen verließ, mit einer Streitmacht die eretrischen Kolonisten, die sich daraufhin in Thrakien
niederließen und die Stadt Methone gründeten. Kerkyra stieg sehr rasch zu einer Seemacht auf.
Im Jahr 664 v. Chr. besiegte es die Mutterstadt Korinth in der laut Thukydides ersten Seeschlacht in Griechenland und löste sich damit von dessen Vorherrschaft. 480 v. Chr. stellte Korfu die zweitgrößte Flotte der Griechen, 60 Schiffe, nahm aber nicht aktiv am Krieg gegen die Perser teil. Der Historiker Thukydides sieht im Konflikt zwischen Korfu und Korinth um die Stadt Epidamnos und dem Schutzbündnis, das die Athener Korfu gewährten, einen der Anlässe für den Ausbruch des Peloponnesischen Krieges.
Im 4. Jahrhundert v. Chr. dehnten die Korfioten ihren Einfluss auf das Festland aus. Zeitweise besetzten sie Butrint, eine wichtige Polis der Chaonier. In der hellenistischen Zeit (ab 300 v. Chr.)
war die Unabhängigkeit Korfus bedroht. Die Insel wurde von Abenteurern aus Syrakus überfallen,
und makedonische Könige, gefolgt von illyrischen Piraten nutzten die Insel für Beutezüge gegen römische Handelsschiffe.
In der Folge des Kriegs der Römer gegen die illyrische Königin Teuta wurde Korfu die erste römische Provinz in Griechenland. Später war Korfu Teil der römischen Provinz Macedonia, in augusteiischer Zeit wurde die Insel der Provinz Epiros zugeschlagen.
Im 3. Jahrhundert machten Jason und Sosipater Korfu mit dem Christentum bekannt.

Quelle:Wikipedia.de

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